"Spuren derer, die vor mir waren, wahrzunehmen und zusammenzufügen zu für mich lesbaren 'Bildern',

das mache ich permanent. Buchstäblich immer, und solange ich denken kann.. Mir ist dabei immer bewußt, dass diese

Imaginationen niemals die konkrete Wirklichkeit vollständig wiedergeben können, sondern ähnlich wie bei

der Betrachtung eines Schwarzen Lochs lediglich deren Wirkungen am äußersten Rand eines Ereignishorizontes.

Somit sehe ich meine Skulpturen nicht als Abbildungen historischen Geschehens, sondern der Wirkungen

von real Geschehenem."       

  

"[...] Ludwig Dunkels Arbeiten erzählen keine Geschichte, sie sind Geschichte; als in Kunst zum Ausdruck kommendes Bewußtsein

des dem Verlust abgerungenen Versuchs der Gewahrung dessen, was nicht mehr sichtbar ist. Vorsichtig archäologisch,

vertraut keinen einfachen Lösungen, widersteht aber auch der Phrase, daß sie Fragen stellen würde. Weder belehrend noch dekorativ,

erweist sich das Gemachte als Beharren auf dem Vorrang des Objekts und dem Denken des Gegenstandes."     W. Fleischer